 |
 |
 |
 |
 |
| » |
 |
 |
 |
| » |
 |
 |
 |
» |
» |
» |
» |
» |
 |
 |
 |
| » |
 |
 |
 |
| » |
 |
 |
 |
| » |
 |
 |
 |
| » |
 |
 |
 |
| » |
 |
 |
 |
| » |
 |
 |
|
 |
Historisches
 |
 |
 |
Die menschliche Existenz wird in der Neusteinzeit (6000-2600 v.Chr.) anhand von archäologischen Funden in den Grotten Ideo Antron in Psiloriti, Geranio, westlich von Rethymno und Elenon in Amari bestätigt. Die archäologischen Funde häufen sich während der minoischen Periode (2600-1100) und die menschliche Existenz taucht immer mehr in den Grotten und in einigen stadtähnlichen Anlagen auf, die sich über die gesamte Landesregion und die minoische Epoche erstrecken. Aus der ersten minoischen Zeit (2600-2000 v.Chr.) stammt die Grotte Sentoni in Zoniana Mylopotamos, die Standorte Chamalevri Rethymno, die Grotten in Apodoulou Amari und Pyrgi von Eleftherna Mylopotamos. Die Palastanlage Monastiraki Amari, die Siedlung in Pera Galinos Mylopotamos, die Siedlung Stavromeno Rethymnos und die Grotten Melidoni und Patsou stammen wahrscheinlich aus der mittelminoischen Zeit (2000-1600 v.Chr.). ZU guter letzt der Friedhof der Armenier, die Siedlung in Zomintho Anogia und die Opferstätte in Phantaxospiliara von Prinos stammen aus der spätminoischen Zeit (1600-1100 v.Chr.). In den geometrischen und den Dädalus-Jahren (1100-620 v.Chr.) blühten die wichtigsten Städte, wie Eleftherna und Axos (Oaxos) Mylopotamos, während eine moderne Siedlung in Vrysina, in den Bergen von Onythe, entdeckt worden ist. Die gleichen Regionen entwickelten sich in der archaischen Zeit (620-500 v.Chr.) weiter und boten bedeutende Kunstwerke.
|
 |
3500 v.Chr. Letzte Neusteinzeitjahre.
Abbildung aus der Grotte Geranio |
| 2800 v.Chr. |
 |
Μinoische Zeit.
Kompass von Pangalochori |
| 1000 v.Chr. |
 |
Geometrisch, Archaisch, Klassisch, Hellenistische Zeit.
Helm aus Axo |
| 67 v.Chr. |
 |
Römische Zeit. Römische Doppelstatue Dionysos-Satyros |
| 400 n.Chr. |
 |
Βyzantinische Zeit. Μosaik ais Eleftherna |
| 1200 n.Chr. |
 |
Venezianische Herrschaft 1669 n.Chr. Details aus Eingangsbogen der Strasse Kleidi. |
|
In der klassischen (500-330 v.Chr.) und der hellenischen Zeit (330-67 v.Chr.) muss das antike Rithymna sich am Ort des heutigen Rethymno, entwickelt haben. Dies bezeugen die nachfolgenden Brunnen. Andere große Städte der Region, Eleftherna, Axos, Lappa und Sivrytos entwickeln sich auch während der hellenischen Jahre und der griechisch-römischen Periode weiter (67 π.Χ.-323 n.Chr.).
Während der ersten byzantinischen Periode (330-824), nach der Verlegung der Hauptstadt des Römischen Reichs nach Byzanz und der Gründung von Konstantinopel 330 n.Chr., wurde Kreta in das anatolische-römische Reich integriert und bildete ein selbständige Landesregion und wurde von einem byzantinischen General verwaltet. In dieser Zeit begann sich das Christentum auf der Insel auszubreiten und im 8. Jhdt. n. Chr. wurde die Episkopie Kreta dem Patriarchat von Konstantinopel untergeordnet. In den Jahren des Spätchristentums und der frühbyzantinischen Epoche wurden auf der Insel zahlreiche Kirchen erbaut, von denen viele ausgegraben worden sind.
Von 824 n.Chr. bis 961 n.Chr. wird die Vorherrschaft der Araber auf der Insel aufgezeichnet, die in Rethymno durch einige Funde, wie arabische Münzen, die im Dorf Giannoudi gefunden wurden, bezeugt.
In der zweiten byzantinischen Epoche (961-1210) wurde in der Stadt Rethymno erstmals eine Festung errichtet und ab 1211 begann die lange und sehr interessante Epoche der Venezianischen Besetzung, deren Anzeichen überall in der Stadt von Rethymno im besten Zustand erhalten sind. Der Pirat Barbarossa plünderte den Ort Apokorona, die Orte um Chania, Rethymno und Sitia, und dies war die Ursache für die Errichtung einer Festung auf dem Hügel Paleokastro, in der auch die Häuser der Stadt erbaut werden sollten. Somit bekam die Stadt im Verlauf des 16.Jhdt. einen Renaissancecharakter gemäß der venezianischen Vorbilder anzunehmen. In dieser Zeit wurden luxuriöse öffentliche und private Gebäude erbaut und die Stadt bekam, ähnlich wie in Venedig, einen zentralen Platz (piazza), einen Aristokratenclub (Loggia), Brunnen wie Rimondi, eine große Sonnenuhr, eine Hauptstraße und kleine Nebenstraßen, die zu den Kirchen, den Klöstern und den Adelshäusern und einfachen Wohnhäusern führen. Die meisten dieser Gebäude mit den verschieden förmigen Fenstern, teilweise einfach und teilweise monumental, stehen noch heute und bezeugen diese glorreiche Zeit der Geschichte von Rethymno.
1645 landeten die ersten türkischen Soldaten in Chania und es begann unmittelbar die Belagerung der Stadt, die sich nach zwei Monaten ergeben musste. Fortetsa von Rethymno ergab sich den Türken am 13 Νovember 1646.
Die größte Schlacht fand im Großen Aufstand von Kreta statt, welche von 1866 bis 1869 währte und als Höhepunkt das Holocaust von Arkadi hatte. Auch nach dieser immensen Schlacht und dem Ringen nach Freiheit war Kreta weiterhin von den Türken besetzt. Dies führte zu einem neuen Aufstand im Jahr 1878 in dem zahlreiche religiöse und politische Privilegien errungen wurden, unter anderem dass der Hauptverwalter von Kreta ein Einwohner von Kreta sein konnte.
1897 war das letzte Jahr der türkischen Besatzung auf Kreta. 1898 ließen sich russische Soldaten auf der Insel nieder und am 9. Dezember kam Prinz Georgios nach Kreta. Im gleichen Jahr begann Kreta sich als autonome Landregion mit eigener Verfassung und Regierung zu organisieren und am 1. Dezember 1913 schloss sich Kreta mit dem übrigen Griechenland an.
Der II. Weltkrieg war der Anlass zur Unterentwicklung und Vereinsamung auf vielen Ebenen. Die Niederlage der Deutschen Fallschirmspringer und die Bombardierung von Rethymno im Mai 1941 waren der Beginn einer Reihe von blutigen Schlachten. Die schwierigen Überlebensbedingungen und die Unterdrückung von 1941 bis 1944 führten zur Bildung von offensiven Widerstandsgruppen in Rethymno, die an allen Orten der Insel aktiv waren.
Μythologie
Die Verehrung des Helios und der Selini, die auf Kreta weit verbreitet war, führte zu zahlreichen Mythen, wie den des Minoa und der Pasifai, des Zeus und der Europa, des Talos, des Dädalos, des Minotaurus, des Labyrinth, der Ariadne und der Diktynna oder der Vritomarti. Der Einfluss der minoischen Welt, die sich auf den Zykladen und der Ostküste des Mittelmeers ausgebreitet hatte, führte zu verschiedenen Mythen, wie Radamanthy, Sarpidona, Devkaliona, des Idomenea, des Militos und der anderen Nachfahren des Minoa. In Rethymno gibt es zwei Regionen, die mit der Mythologie in Verbindung stehen: das Ideon Antron in Psiloritis und die Gebirgskette Talea, der heutige Berg Kouloukouna im Nordosten.
In der heiligen Grotte Idis, einer der wichtigsten Anbetungsstätten der antiken Welt, wurde Zeus geboren und groß gezogen. Dem Mythus nach, hat der Himmelsgott Kronos, der Vater von Zeus, seine Kinder verschlungen, weil er befürchtete, dass eines von ihnen die Macht übernehmen würde. Seine Frau, Rea, war untröstlich, weil ihr Mann ihre 5 Kinder verschlungen hatte, beschloss ihn auszutricksen, um das Leben ihres letzten Kindes, Zeus, zu retten. Als sie das Kind zur Welt brachte, band sie einen Stein in ein Tuch und gab dies ihrem Mann, der dachte, dass es sich um ein Baby handelte und es verschlang. Danach versteckte sie das Kind in der Grotte Idis und damit Kronos nicht sein Weinen hören konnte, tanzten die mythischen Dämonen von Kreta, die Kouriten, und schlugen auf ihre Schilder ein. Das Kind ernährte sich von der Milch der Ziege Amalthia und die Grotte wurde von einem goldenen Hund bewacht. Als Zeus die Herrschaft übernahm, hatte er vorher seinen Vater, Kronos, besiegt und hatte ihn gezwungen aus seinen Eingeweiden die fünf Kinder frei zu geben.
|